Europe-Solar.de - Kaufberatung Photovoltaik Anlage


Checkliste Anschaffung Photovoltaik Anlage

Angebotsbewertung - Angebotsvergleich - Kauf - Abnahme 


Wie bewerten und vergleichen Sie Angebote ...

Was gibt es zu beachten vor dem Kauf und nach der Installation bei der Abnahme Ihrer zukünftigen Solarstromanlage?

Wir haben für Sie eine Checkliste mit den wichtigsten Kriterien zusammengestellt.

Lesen Sie auch unseren Leitfaden Auslegung PV Anlage und unser FAQ, in dem wir Zusammenhänge und Fragen Rund um Photovoltaik näher erläutern.  

Checkliste Photovoltaik

I. Vor dem Kauf
Angebotscheck: Anlagengröße und Jahresertrag

a/

 Anlagengröße

Die Größe von PV Anlagen wird in "KWp" angegeben.

KWp steht für Kilowatt Peak. 

Mehr hierzu in unserem PV Leitfaden

Ist die im Angebot angegebene Systemgröße richtig berechnet und realistisch? 


Treten Verschattungen auf Ihrem Dach auf und sind diese im Angebot berücksichtigt?

 


b/

Jahresertrag PV Anlage

Die abgegebene Leistung der PV Anlage, also der  Ertrag wird in KWh angegeben.

KWh steht für Kilowatt-Stunden.

Mehr hierzu in unserem PV Leitfaden

Ist der im Angebot errechnete Ertrag richtig berechnet und realistisch?


Einige Solateure neigen dazu den prognostizierten Ertrag schön zu rechnen.  

Prüfen Sie daher die Angaben noch einmal genau. Machen Sie selber eine überschlägige Berechnung - eine Anleitung finden Sie in unserem Leitfaden.


Recherchieren Sie überdies den Ertrag von vergleichbaren Solaranlagen in Ihrer Gegend. Im Internet finden Sie Ertragsdatenbanken von realen Anlagen. Beispielsweise unter:

http://www.solarlog-home.de/´
http://www.pv-ertraege.de/pvdaten/sfvpv_main_entry.html  

c/

 Die Anlagenrendite

Die Renditeberechnung basiert auf dem im EEG festgelegten Einspeisetarif.

Den aktuellen EEG Tarif mit Stand Juli bzw. Oktober 2010 haben wir Ihnen zusammengefasst: Zum EEG Einspeisetarif

Ist die im Angebot ausgewiesene Rendite richtig berechnet und realistisch? Alle Variablen berücksichtigt?

Folgende Faktoren sind für eine korrekte Renditeberechnung zu berücksichtigen:


Jahresertrag (siehe Punkt I-b, oben)
EEG Einspeisetarif:
- Ist der aktuelle Stand verwendet?
- Die Vergütung ist abgestuft und richtet sich nach der Anlagengröße. Ist der passende Tarif verwendet worden?
Leistungsverlust (sogenannte Degradation):
- Zellen verlieren im Laufe der Jahre an Leistung. Mindestens 0,5% für kristalline Module sollte im Schnitt angesetzt werden.
Zinsen:
- Es sollte ein konsistenter Zinssatz berücksichtigt werden. Sowohl für Fremdkapital, als auch für die jährlichen Einnahmen
Steuern:
- Ihr jährlicher Stromertrag ist eine Einnahme und muss entsprechend versteuert werden (nach Abzug aller Betriebskosten und Abschreibungen)
Wartungskosten / Rücklagen:
- Eine Solarstromanlage hat keine beweglichen Teile und ist daher nicht sonderlich wartungsintensiv. Es sollten ca. 1% jährlich vom Imvestitionspreis als Wartungskosten angesetzt werden
Abschreibungen:
- Ihre Investition sowohl aus Eigenmitteln als auch auch über Fremdkapital kann steuervergünstigend abgeschrieben werden
Versicherung:
- Eine Haftpflichtversicherung für eine Solaranlage ist recht kostengünstig. Es sollten ca. 20,- EUR je KWp jährlich angenommen werden

II. Vor dem Kauf
Angebotscheck: Verwendete Komponenten


a/

Photovoltaik Module

Kriterien:

- Hersteller
- Marke
- Modell
- Gewährleistung

 


 Wichtige Kennwerte:

- Modultyp (kristallines Modul, Dünnschichtmodul)
- Abmessungen
- Rahmenstärke
- Elektrische Kennwerte

Einen guten Ruf haben generell Module aus deutscher, amerikanischer und japanischer Herstellung.

Aber auch chinesische Module sind zu empfehlen und zudem wesentlich günstiger.

Achten Sie hier aber verstärkt auf Qualitätskriterien und das Vorhandensein von Gütesiegeln und deren echtheit.

Mehr Informationen zu chinesischen Modulen finden Sie hier:

Asiatische PV Module vs. Deutsche

Worauf sollten Sie beim Kauf von Modulen aus China achten?


Gewährleistung:
- mindestens 5 oder besser 10 Jahre
- Leistungsgarantie: mindestens 90% für 10 Jahre / 80% für 20 oder teilweise sogar 25 Jahre
Nennleistung (Pmax) und Toleranz:
- Die Leistung liegt je nach Art meist im Bereich von 180W - 240W
- Heutiger Standard für die Leistungstoleranz sind +/- 3%, Toleranzen von +/- 5% sollten nicht mehr akzeptiert werden . Besonders gut sind reine Plustoleranzen.
Stabilität:
- Maximale Last bzw. Rahmenstärke. In schneeärmeren Gegenden ist ein Rahmen von 35mm ausreichend. In schneereichen Gegegenden sind durchaus 40mm oder gar 45mm zu empfehlen.

Modulabmessungen:
- Passen die Modulabmessungen zu Ihrem Dach? Oder können Sie durch die Auswahl eines anderen Herstellers oder Modells eine bessere Modulbelegung / größere Leistung realisieren. 
Vorhandene Zertifikate:
- Prüfnorm IEC-61215 und IEC/EN 61730 sollte unbedingt vorhanden sein 
Alle obigen Daten sollten im Moduldatenblatt zu finden sein

b/

Wechselrichter

Kriterien:
- Hersteller
- Markenname
- Modell

 


Kennwerte:
- Wirkungsgrad
- Arbeitsbereich (insbesondere hinsichtlich  Spannungen)
- Anzahl MPP Tracker

Renommierte Wechselrichterhersteller sind z.B. SMA, Fronius, Sputnik, Danfoss, Diehl.


Kennwerte auf die Sie achten sollten:
Arbeitsbereich:
Minimaler und maximaler Eingangsstrom bzw. Eingangsspannung.

Je größer der Arbeitsbereich, desto mehr Freiheiten haben Sie bei der Verschaltung der Module ("Stringbelegung")
MPP Tracker:
MPP steht für "Maximum Power Point". Der Punkt aus Strom und Spannung an dem die Module die maximale Leistung generieren.  Bei einem Dach mit nicht konstantem Neigungswinkel oder teilverschatteten Dach ist der "MPP" bereichsweise unterschiedlich. In diesem Fall sollten Sie einen sogenannten Multi-String Wechselrichter verwenden. In Kombination mit der richtigen Modulverschaltung kann so für jeden Teilbereich der optimale MPP angefahren werden, was zu einer optimierten Anlagenleistung führt. 
Wirkungsgrad:
Es werden 2 Wirkungsgrade angegeben.

1. Der maximale Wirkungsgrad:
Wirkungsgrad des Wechselrichters unter Volllast. Dieser ist weniger Aussagekräftig, da der Wechselrichter in der Realität überwiegend im Teillastbereich fährt.

2. Europäischer Wirkungsgrad:
Wirkungsgrad des Wechselrichters unter realeren Bedingungen wie sie typsicherweise in Europa auftreten an. Dieser Wert ist sehr viel aussagekräftiger und sollte als Vergleichsgröße verwendet werden.

III. Vor dem Kauf
Angebot und Anlagenpreis


a/

Was ist Bestandteil des Angebotes?

Erhalten Sie ein wirklich schlüsselfertiges System?


Versteckte Kosten die nicht im Angebot aufgeführt sind?


 Wofür wird gehaftet?

Stellen Sie sicher, dass alle Angaben und Kosten im Angebot aufgenommen sind.
 
Folgende Angaben sollten mindestens im Angebot enthalten sein:


Alle Komponenten mit Hersteller und Bezeichnungen:
- Module
- Wechselrichter
- Montagesystem
- Baugerüst ja / nein
- Elektrik
- Netzanschluss ja / nein
- ggf. zusätzlicher Zählerkasten


Gewährleistungen und Haftung:
- Wer übernimmt die Haftung für die Statik / Tragfähigkeit des Dachs (meist muss der Käufer haften)
- Was passiert bei verspäteter Montage und Fertigstellung

Arbeitsbeginn und Abschluss der Arbeiten.

Garantierter Zeitpunkt für den Netzanschluss? Insbesondere zum Jahresende wichtig, falls die Anlage im gleichen Jahr ans Netz gehen soll um noch die höheren Vergütungssätze zu erhalten.


Zahlungsbedingungen (Restzahlung grundsätzlich immer erst bei Abnahme, um noch ein Druckmittel zu haben, falls die Arbeiten nicht ordnungsgemäß ausgeführt wurden)
Renditeberechnung. Überprüfen Sie die Angaben genau, Näheres hierzu auch in unserem PV Leitfaden: Schritt 5 - Rentabilität

IV. Nach der Installation
Abnahme der Photovoltaik-Anlage


a/
 
Übergabe
 Lassen Sie sich spätestens bei der Abnahme die Anlagendokumentation geben

Anlagendokumentation, inklusive Anlagenschaltplan:
Der Schaltplan der Module ist u.a. wichtig, falls später mal eine Reparatur oder Änderung erforderlich wird 


- Seriennummern der Module und "Flashliste":
Der Hersteller erfasst über ein Blitzlicht (Flash) bei der Endkontrolle der Module die reale Leistung der Module. Diese wird in der Flashliste protokolliert. Meist eine Excel Liste. Lassen Sie sich die Flashliste vom Installateur aushändigen.

b/ Einige mögliche Anlagenmängel Führen Sie in Gegenwart des Installateurs die Abnahme durch und halten evtl. Mängel in einer Liste fest. Die Restzahlung der Anlage leisten Sie erst nachdem die Mängel beseitigt wurde

Optische Mängel:
- Module sind auf dem Dach unsauber ausgerichtet weil keine Schnur verwendet wurde
- Die Module fluchten nicht in der Ebene. Bei der Verwendung von verstellbaren Dachhaken können selbst bei einem unebenen Dach die Module sauber in einer Ebene ausgerichtet werden. Besprechen Sie daher schon vor der Beautragung, ob verstellbare Dachhaken verwendet werden.


Technische Mängel:

Module sind in sich gebogen und stehen somit unter mechanischer Spannung. Oftmals eine Folge, wenn feste anstatt verstellbare Dachhaken auf einem sehr unebenen Dach verwendet werden.


Module ragen über die Dachkante hinaus: Im Randbereich des Daches kann es zu verstärkten Windbelastungen kommen. Daher sollte ein gewisser Abstand zum Dachrand eingehalten werden und keinesfalls die Module über das Dach hinaus verlegt werden.

Kabel wurden nicht an den Montageschienen wie vorgesehen mit UV resistenten Kabelbindern befestigt, sondern hängen frei herum. Durch Windbewegungen können freie Kabel über die Jahre durchscheuern.


Wechselrichter sind nicht in dem vorgeschriebenen Abstand untereinander oder nach unten / oben montiert.

 

 

 

 

 

 

 






 

 

 

 

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